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Details

  • Veröffentlicht am 2017/11/24
  • Regie
  • Filmgenre
  • Laufzeit 01h44
  • Beschreibung

Bezaubernde Fortsetzung des Familienhits, in der der unschuldige Titelheld im Gefängnis landet. Nun hätte man ja meinen können, der erste Paddington, diese herzallerliebste und hinreißendste und beste Kinderbuchadaption seit wenn nicht schon immer, so doch wenigstens seitdem Inger Nilsson Ende der Sechzigerjahre die Villa Kunterbunt kaperte, sei Zufall gewesen, Paul King, ein bis dato unbeschriebenes Blatt in Sachen Kino, habe möglicherweise gar nicht gewusst, was er da tat, und einfach nur Glück gehabt. Filmabenteuer zwei belehrt uns eines Besseren: King ist der König, wenn es um Familienfilme über liebenswerte und höfliche peruanische Bären geht, die in London ein neues Zuhause und eine neue Familie gefunden haben. Oder anders gesagt: Paddington 2 ist zwar keine so große Überraschung wie der erste Film, der in der Weihnachtssaison 2014 mehr als zwei Millionen Menschen in den deutschen beglückte, aber ein mindestens genauso erfreulicher und vielleicht sogar noch gelungenerer Film, der in jeder Sekunde das große Herz der Vorlagen von Michael Bond hat, aber die allseits bekannten Figuren wieder in ein völlig neues, eigenes Abenteuer schickt. Die Zutaten und Mitstreiter sind dabei unverändert. Erneut hat sich die Creme de la Creme der britischen Schauspielerzunft versammelt, um dem von Ben Whishaw gesprochenen Bären mit rotem Hut und blauem Dufflecoat (deutsche Stimme: Elyas M'Barek) beizuspringen: Sally Hawkins, Hugh Bonneville, Julie Walters, Jim Broadbent und Peter Capaldi werden diesmal unterstützt von zwei neuen Trumpfassen, Brendan Gleeson und Hugh Grant, denen die Freude am Spiel ins Gesicht geschrieben steht. Wie auch nicht? Nach einem neuen Prolog, der wieder in die Vergangenheit in den peruanischen Dschungel führt und dem Publikum zeigt, wie der Titelheld bei Onkel Pastuzu und Tante Lucy landete, entfaltet der Film seinen Charme so zwingend wie seine Handlung, wenn Paddington in London fälschlicherweise des Diebstahls bezichtigt wird und im Gefängnis landet, der aussieht, als habe sich die David-Heyman-Produktion in einen Film von Wes Anderson verirrt, während die Familie Brown alles daran setzt, einen von Grant mit hingebungsvollem Sinn für gnadenlose Selbstironie gespielten Schauspieler als wahren Missetäter zu überführen. Ohne jemals die Story aus den Augen zu verlieren, hat der Film Zeit für verspielten Slapstick, anspielungsreichen Humor, augenzwinkernde Verbeugungen vor dem Kino von Chaplin und Keaton und einen Showdown, der nicht ganz so herzrasend ist wie im ersten Teil, aber doch für ein furioses Setpiece in einem fahrenden Zug sorgt. Und eine Botschaft hat er auch noch, die in unserer Zeit des Zorns kaum aktueller sein könnte: Seid nett zueinander und vergesst niemals eure gute Kinderstube. Sie ist Gold wert. Wie dieser Film. ts. Quelle: Blickpunkt:Film

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