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Montag, 25. September
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Mittwoch, 27. September
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Donnerstag, 28. September
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Details

  • Veröffentlicht am 2017/09/15
  • Regie
  • Filmgenre
  • Laufzeit 01h59
  • Beschreibung

Hinreißende Gaunerkomödie über zwei Brüder, die die Tageskasse eines NASCAR-Rennens ausnehmen wollen. Es mag mannigfaltige Gründe für Steven Soderbergh gegeben haben, vier Jahre nach seinem Abschied vom Spielfilm mit Side Effects doch wieder auf den Kinoregiestuhl zurückzukehren: das smarte Drehbuch von Rebecca Blunt, der Versuch, einen eigenen Spielfilm selbst in den USA in die Kinos zu bringen. Für das Publikum ist aber nicht entscheidend, was man vorne reinpackt, sondern was hinten rauskommt. Und das ist im Fall von Logan Lucky eine hinreißende Gaunerkomödie über zwei Brüder aus Virginia, die in einem hirnrissig erscheinenden Raubzug die Tageskasse eines NASCAR-Rennens klauen. Oder, wie es im Film selbst einmal heißt, ein Ocean's 7/11. Die einzigen, die hier nicht in den Witz eingeweiht sind, sind die, die ausgeraubt werden. Darin besteht auch der subversive Spaß an diesem Lo-Fi-Heist, der vor allem im lakonischen Ton Parallelen zu den Ocean's-Filmen aufweist. Nur dass hier nicht elegante Gentleman-Gangster mit unerschöpflich tiefen Taschen und allen zur Verfügung stehenden technischen Gimmicks ans Werk gehen, sondern ein paar Hillbillys aus dem Hinterland, die sich als schlitzohrig, bauernschlau und grundsympathisch entpuppen. Das Herz von Logan Lucky schlägt für die einfachen Menschen vom Land, die sich auf eigene Faust durchs Leben schlagen müssen. Wie in den amoralischen Gaunerspäßen der Siebzigerjahre, in Filmen wie Vier schräge Vögel oder Klauen wir gleich die ganze Bank, ist man natürlich auf der Seite der Outlaws: Väter, die sich abmühen, den Unterhalt für ihre Töchter zu bezahlen, oder Kriegsveteranen, die im Dienst für Onkel Sam einen Unterarm verloren haben, aber dennoch als Bartender arbeiten und ausgezeichnete Wodka Martinis mixen, oder patente Friseusen, die ein Leben buchstäblich auf der Überholspur führen. Das zumindest sind die Logans, gespielt von Channing Tatum, Adam Driver und Riley Keough, die für ihren Raubzug die Hilfe eines Sprengstoffexperten benötigen, der Joe Bang heißt - Daniel Craig, der hier aussieht wie Kevin Spacey, wenn der Jean-Paul Gaultier spielen würde. Weil der aber im Knast sitzt und in ein paar Monaten ohnehin entlassen wird, muss man einen Weg finden, ihn aus dem Knast zu holen, den Heist durchzuziehen und ihn wieder in seiner Zelle abzuliefern, ohne dass es jemand bemerkt. Dazu schlägt die Handlung wilde Haken und hat noch ein paar versteckte Trumpfasse im Ärmel. Untermalt mit von David Holmes' perfekt ausgesuchter Musik von CCR, Lord Sutch und den Groundhogs, ergibt sich ein Film, der vor allem ein Vergnügen im Stil der Komödien sein will, mit denen Michael Ritchie in den Siebzigern gepunktet hat: Wer mehr als nur Fun an den schrägen Figuren und unerhörten Finten haben will, muss nur ein bisschen an der Oberfläche kratzen, denn dann erzählt Logan Lucky fast soviel über das Amerika der Abgehängten wie jüngst Hell or High Water.ts. Quelle: Blickpunkt:Film

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